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Die Quadralbühne (pat.pend.)

Der Begriff „Quadralbühne“ beschreibt ein Raumkonzept das sich aus drei bis vier um einen Mittelraum angeordneten Veranstaltungsräumen zusammensetzt. Dies ergibt einen kreuzförmigen Grundriss wovon jeder Flügel einen Veranstaltungsraum darstellt dessen innere Schmalseite an den quadratischen Mittelraum angrenzt. Die Wände dieser Schmalseiten sind beweglich, sie können geöffnet oder geschlossen werden. Damit können die Räume mit dem Mittelraum kombiniert oder von ihm getrennt werden. Mit diesem Raumkonzept lassen sich verschiedene Räume für Theater-, Konzert- und Multimedia-Veranstaltungen herstellen.

Der Mittelraum, als Zentrum und Verbindung zwischen den übrigen Räumen, funktioniert bei traditionellen Theateraufführungen auch als eigentlicher Bühnenraum mit der nötigen Raumhöhe und dem entsprechenden Technischen ausbau (z.B. Schnürboden). Die vier Flügelräume sind mit moderner Veranstaltungstechnik ausgerüstet. Ein flexibel einsetzbares System von Akustik-Elementen passt die Raumakustik den jeweiligen Bedürfnissen an. Ein Zuschauerraum ist nicht definiert. Mobile Tribünenelemente lassen flexible Zuschauerbereiche zu.

Die Quadralbühne schafft mit ihren Dimensionen auch Möglichkeiten für neue szenische und musikalische Raumlösungen und -erlebnisse. Gleichzeitig stehen mit dem gleichen Raumkonzept sehr gute Arbeits-, Proben-, Workshop-, oder „Laborräume“ zur Verfügung. Die auf technisch sehr hohem Niveau auszuführende und auszustattende Quadralbühne erlaubt eine optimale ausnutzung der Räume. So kann ein und derselbe Raum definiert sein als Probenraum, als Seitenbühne, als eigenständiger Veranstaltungsraum oder „nur“ als Zuschauerraum.

Die Quadralbühne ist das Ergebnis einer Suche nach einem Raumkonzept das alle bisherigen, szenischen und musikalischen Darstellungsformen zulässt. Es soll gleichzeitig das Potential für neue, noch nicht erfundene Darstellungsformen beinhalten und es soll, ohne zusätzlichen Raum zu beanspruchen, auch die Bedürfnisse nach gut eingerichteten Proben-, Werk- und Studienräumen abdecken können. Die Quadralbühne ist weniger mit dem Anspruch an einen reinen Konzertbetrieb zu denken sondern vielmehr als Lösung für eine breite szenische, szenisch-musikalische und vor allem auch multimedialen Nutzung. Anders ausgedrückt verfügt der Künstler mit der Quadralbühne über ein „Rauminstrument“ das er nicht einfach bespielt sondern das er kreativ in seinen künstlerischen Prozess integrieren kann.

Funktion und Raumkomzept der Quadralbühne ist zur Patentierung angemeldet.


ANWENDUNGSBEISPIELE


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Grosse Guckkastenbühne

    • Der Mittelraum ist die Hauptbühnenfläche mit den bewährten bühnentechnischen Einrichtungen und Möglichkeiten. Er ist wie im traditionellen Theaterbau überhöht um Kulissen, Prospekte usw. ausser Sicht fahren zu können. Hubpodien ergänzen die bühnentechnischen Möglichkeiten.
    • Ebenfalls Mittels Hubpodien wird ein Orchester-graben eingerichtet
    • Die Flügelräume Ost und West dienen als Seiten-bühnen für grosse Verwandlungen
    • Der Flügelraum Nord dient als Hinterbühne
    • Im Flügelraum Süd ist eine grosse Zuschauer-tribüne aufgebaut.
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Mittlere Guckkastenbühne

  • Der Mittelraum ist die Hauptbühnenfläche mit den üblichen bühnentechnischen Einrichtungen und Möglichkeiten.
  • Mittels Hubpodien wird bei Bedarf ein Orchester-graben eingerichtet.
  • Die Flügelräume Nord und Ost sind frei für Proben, Konzerte oder für technische Vor-bereitungs- und Umbauarbeiten.
  • Der Flügelraum West dient als Seitenbühne.
  • Im Flügelraum Süd ist eine grosse Zuschauer-tribüne aufgebaut

 

Kleine Guckkastenbühne

    • Genügt die reine Bühnenfläche für Theater oder Konzert so kann der Flügelraum West ebenfalls von der Bühne getrennt werden und steht für andere Nutzungen zur Verfügung.
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Gleichzeitige Nutzungen

    • Die Flügelräume sind alle geschlossen und einzeln für Proben, Aufführungen oder Einrichtarbeiten nutzbar.
    • Im Mittelraum könnte z.B. ein Bühnenaufbau für nächste Vorstellungen vorbereitet sein.
    • Mit den mobilen Tribünenelementen können verschiedene kleinere Zuschauerbereiche geschaffen werden.
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Quadralbühne ganz offen

    • Zusammen mit der eingebauten technischen Infrastruktur sind den Gestaltungs-möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt.
      Über die in allen Räumen vorhandenen Zuganlagen können z.B. Wände, Projektions-folien usw. frei positioniert werden.
    • Je nach Platzierung oder Bewegung der Zuschauer entstehen spannende Raum-perspektiven.
    • Dieses Raumlayout könnte sich auch als Ausstellungsraum anbieten.
    • Die grosszügigen Raumdimensionen würden verschiedene, verteilte Spiel- oder Ereignissorte zulassen. Hier könnten sich Szenenraum und Publikumsbereich vielfältig mischen.
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Arena - Bühne

    • Der Mittelraum ist Szenenfläche für szenische oder konzertante Darbietungen
    • Die Zuschauertribünen sind an den vier Seiten angeordnet
    • Die Flügelräume werden mit Raumteilern verkleinert.
    • Als Variante kann eine weitere Seite als erweiterten Szenenraum, als Hinterbühne oder als Freiraum für Rückprojektionen genutzt werden.
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Ausnutzung der ganzen Raumlänge

    • Eine besondere Darstellungsform ist mit der ganzen verfügbaren Raumlänge vorstellbar. Die Zuschauertribünen könnten z.B. entlang der Längsseiten verlaufen.
    • In den beiden Flügelräumen Ost und West könnten unabhängige Arbeiten oder Aufführungen stattfinden.
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Virtueller Raum

    • Der Szenenraum wird durch Projektionswände begrenzt die mittels Rückprojektionen gestaltet werden können.
    • Die Anordnung der Projektionsflächen kann natürlich noch differenzierter als im Beispiel dargestellt variieren.
    • Mittels künstlerisch gestalteten Rück-projektionen können grenzenlos viele virtuelle Kunsträume geschaffen werden.
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Karussellbühne

    • Entgegen der traditionellen Theaterdrehscheibe wo die Bühnenbilder vor dem stationären Publikum drehbar aufgebaut sind, wird bei der Karussellbühne das Publikum zu den Spielorten bewegt.
    • Die Flügelräume sind die Ereignissorte wo Szenen, Musikdarbietungn, Projektionen usw. vorbereitet sind.

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Reduzierte Quadralbühne

    • Die reduzierte Quadralbühne besteht aus nur drei angehängten Veranstaltungsräumen.
    • damit lässt sich, unter Einschränkungen an Flexibilität und Möglichkeiten, die Idee der Quadralbühne mit weniger Raumbedarf und Investitionsaufwand realisieren.

 

Die technische Ausstattung einer Quadralbühne

Da es sich bei der Quadralbühne um einen Komplex von flexibel einsetzbaren Veranstaltungs-räumen handelt muss die technische Ausrüstung dem modernen und zukünftigen Veranstaltungs-design Rechnung tragen können. Das Potential an Möglichkeiten kann dann ausgenutzt werden wenn die technischen Installationen und Einrichtungen auf einem entsprechend hohen und praktikablen Standard verfügbar sind. Dazu gehören im Wesentlichen:

  • Moderne und flexible Beleuchtungs- Beschallungs- Video und Projektionsanlagen
  • flexible Elemente zum Gestalten verschiedener Formen von Zuschauertribünen
  • Elemente zur wirkungsvollen Beeinflussung der Raumakustik
  • Hebeeinrichtungen zur Positionierung und Bewegung von hängenden Kulissen, Akustik- und Projektionselementen sowie anderen, für Funktion und Gestaltung notwendigen Gegenständen.
  • Ein System von Hubpodien zur einfachen und schnellen Einrichtung von Bühnenbereichen, Orchesterräumen usw.
  • Da der Mittelraum für Theaterproduktionen als Bühnenturm genutzt wird sind dort die entsprechenden bühnetechnischen Einrichtungen vorgesehen.

Als die bautechnisch anspruchsvollsten und für das Funktionieren des Raumkonzeptes wichtigsten Elemente sind die Trennwände zwischen den Flügelräumen und dem Mittelraum zu beachten.

 

Die Dimensionen der Quadralbühne

Die Quadralbühne ist ein Raumkonzept für ambitionierte, eher grössere und auch visionäre Veranstaltungen. Es soll auch Austauschproduktionen (Gastspiele) mit grösseren Theater- und Veranstaltungshäusern möglich sein. Entsprechend grosszügig soll die Raumdimension festgelegt werden. So könnten die Schmalseiten zwischen 14m und 20m angenommen werden. Der Mittelraum hätte eine Seitenlänge von z.B. min. 14x14m besser 20x20m. Die Längsseite eines Flügelraumes wäre bei 20m – 30m anzusetzen. Die Raumhöhe der Flügelräume ist bei 12m vorstellbar. Die Höhe des Mittelraums muss mit ca. 20m genügend Raum bieten um bei der Version „Guckkastenbühne“ die Kulissen und Prospekte ausser Sicht fahren zu können.

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Die Architektur der Quadralbühne

Die Quadralbühne ist ein rein funktionales, auf die Realisation von Theater-, Konzert- und Multimediaveranstaltungen ausgelegtes Raumkonzept. Der szenischen Darstellung hilft eine neutrale Raumgestaltung. Architektonische und gestalterische Akzente sollen nicht vom Grundraum bestimmt werden sondern sollen mittels Kulissen, Dekorationen und/oder Projektionen für die jeweiligen Darbietungen entworfen und eingebaut werden.

Architektonische Lösungen sind für die Anordnung und Ästhetik der weiteren, für einen Veranstaltungsbetrieb notwendigen Räume gefragt. So müssen die Produktions-, Atelier- und Personalräume, die Büros für Leitung und Administration, die Räume für Veranstaltungs-, Haustechnik usw. optimal und sinnvoll an die Quadralbühne angegliedert werden.

 

 

Kontakt: info@quadscen.com